Mainz im Halbfinale der ZEIT DEBATTE Tübingen

Foto 25.11.12 16 43 33bVom 23.11. bis zum 25.11.2012 fand die erste ZEIT DEBATTE der Saison in Tübingen – der Geburtsstadt des Formats OPD – statt. Für Mainz startete das Team Mainz Anton mit Willy Witthaut, Max Fritz und Marina Freund. Sie wurden von den Juroren Daniil Pakhomenko, Andrea Gau und Thore Wojke unterstützt.

Die Chefjuroren Philipp Stiel, Wiebke Nadler und Leonid Vogel sorgten bei der Themenstellung für eine große Bandbreite an Themen. Neben dem Wahlrecht von Gefängnisinsassen, der Verjährung von Doping und Persönlichkeitsrechten im Internet wurde ebenso über die Liebesbeziehungen von Verfassungsfeinden und einen möglichen Ruhestand für James Bond debattiert.

Für alle Mainzer verlief das Turnier erfolgreich. Daniil und Andrea breakten als Juroren ins Halbfinale und Thore präsidierte das Finale. Das Mainzer Team breakte als viertbestes Team des Tabs ebenfalls ins Halbfinale. Dort trafen die Mainzer auf das Team Stuttgart Urknall mit Nils Haneklaus, Igor Gilitschenski und Michael Saliba. Als Regierung zum Thema „Sollen Bürger verpflichtet werden dem Staat in Krisenzeiten Geld zu leihen?“ scheiterten die Mainzer knapp am Break ins Finale.

Ihre Gegner trafen dort auf das Team aus Jena und stritten darüber, ob das Sponsoring lebensbedrohlicher Sportarten und Stunts verboten werden sollte. In einer guten und unterhaltsamen Debatte konnte sich Stuttgart klar durchsetzen und so die Zeitdebatte Tübingen gewinnen. Nils Haneklaus wurde zudem von der Ehrenjury als bester Redner des Finales ausgezeichnet.

Vielen Dank an die Organisatoren dieser ZEIT DEBATTE und an die Chefjuroren für ein schönes Turnier.

 

Text: Marina Freund

 

 

Rhetorikworkshop für Studierende in Mainz – Oder was Tennis, Karate und Aquarien gemeinsam haben?

 

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17.11.2012: Samstagmorgen, 10.00 Uhr. Mehr als 70 Studierende der Uni Mainz versammeln sich im RW 2. Sie haben einen der begehrten Plätze des Rhetorikworkshops ergattert, welcher vom Debattierclub Johannes Gutenberg organisiert wird. Als Coaches konnten die professionellen Rhetoriktrainer Marcus Ewald, Torsten Rössing, Marietta Gädeke und Willy Witthaut gewonnen werden.

Am Vormittag geht es vor allem um Sprache und Auftreten. Thorsten Rössing erklärt den Teilnehmern, wie sie Ihre Gestik souverän wirken lassen: Die offene Handhaltung vom Karate kombiniert mit dem starren Handgelenk des Tennisspielers in einem Gestikulationsraum in der Größe eines imaginären Aquariums vor der Brust erzielt die besten Effekte. Auch Sprech- und Lockerungsübungen mit konkreten Tipps gegen Nervosität kennzeichnen den Theorieteil am Vormittag. In der anschließenden Übungsrunde können die Teilnehmer diese Hinweise in Stehgreifreden direkt austesten, wobei sie von den Trainern ausführliches Feedback erhalten.

Nach dem Mittagessen wird es SExI. Der zweite Theorieteil befasst sich mit Argumentationstechniken und Überzeugungskraft. Anhand des SExI-Schemas stellen die Trainer den optimalen Aufbau eines Arguments vor: State – Explain – Illustrate. Auch die verschiedenen Ebenen eines Arguments wie Individuum, Gesellschaft und Moral werden beleuchtet. In der anschließenden Übungsrunde haben die Teilnehmer wieder die Chance, das Erlernte auszuprobieren. Die Kleingruppen teilen sich in eine Pro- und eine Contraseite auf und stellen Argumente zu verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Themen vor. Anschließend sollen sie analysieren, warum die Argumente überzeugend waren – oder auch nicht. Zum Abschluss des Seminars zeigen die Trainer den Teilnehmern die Paradediziplin des Redens: das Debattieren. Mit einer kleinen Showdebatte über die Abschaffung des Urheberrechts endet der erfolgreiche Workshop.

Vielen Dank an Marcus Ewald, Torsten Rössing, Marietta Gädeke und Willy Witthaut für ihr Engagement und einen gelungenen Tag!

 

Text und Bild: Marina Freund

 

Ironman- und Nikolausturnier in Münster 2012

Lasst uns froh und munter sein,

und uns recht von Herzen freun!
Lustig, lustig, traleralera!
denn das Nikolausturnier in Münster findet statt!

Am ersten Adventswochenende lud der Debattierclub Münster gleich zu zwei Turnieren ein. Am Freitag, den 30.11.2012, fand das erste deutschsprachige Ironmanturnier statt und am Samstag das traditionelle Anfängerturnier zu Nikolaus.

Drei „stahlharte“ Mainzer stellten sich auf dem Ironmanturnier der Herausforderung, ohne Partner zwei Reden in einer BPS-Debatte zu reden. Daniil Pakhomenko, Willy Witthaut und Alisha Ricard trafen auf 13 andere Debattierer aus ganz Deutschland. Die Chefjuroren Manuel Adams und Marietta Gädeke hatten sich ein Rotationsprinzip für die vier Vorrunden überlegt, so dass jeder Redner dreimal redete und einmal jurierte. Ins Finale, welches am Samstagmorgen stattfand, breakte Willy Witthaut. Zum Thema „Dieses Haus würde Bordelle auf Militärbasen im Ausland einrichten“ traf er auf Andreas C. Lazar, Leonid Vogel und Adrian Gombert. Letztlich siegte Andreas C. Lazar, der bereits das Team- und Rednertab angeführt hatte.

Zum Anfängerturnier stießen weitere Mainzer zu den Ironmanturnier-Teilnehmern hinzu. Willy Witthaut und Alisha Ricard bildeten das Team Anton, als reines Anfängerteam traten Fabian Mohnke und Christian Strunck als Mainz Conni, das dritte Team Mainz Det bildeten Thore Wojke und Jan Haseloh. Da das Team Mainz Berti aus gesundheitlichen Gründen zur Hälfte ausfiel, wechselte Daniil Pakhomenko zu den Juroren. Max Fritz jurierte ebenfalls. Nach drei spannenden Vorrunden reichte es leider für kein Mainzer Team zum Break, nur Daniil Pakhomenko zog als Juror ins Finale ein.

Dort standen sich Teams aus Aachen, Berlin, München und Münster zum Thema „Dieses Haus würde das Geld, das ein Professor mit seinen Fachbüchern u.ä. verdient, seiner Universität zukommen lassen“ gegenüber. Letztendlich siegte Aachen mit Marc-Andre Schulz und Markus Baumeister und Elina Siivola aus München erhielt den Nachwuchspreis.

 

Text: Marina Freund